„Der Film ist ein grosser Genuss für jeden Eishockey-Fan.“

Dino Kessler, «Blick»-Eishockeychef

«Für Fans zum Mitleiden und Mitfeiern. Und für Sportinteressierte etwas, um die „hockeyfreie“ Zeit zu überbrücken.»

Alexa Brogli, «Box Office»

«Es ist wunderbar, dass jemand den Mut hatte, diesen Film zu machen»

«Mister SCB» Max Sterchi

«Die Berner attestieren den Machern, sie hätten einen Film gemacht, der richtig «bernert». Für den Rest der Schweiz ist der Film ein sehenswertes Stück Schweizer Eishockeygeschichte.»

Thomas Gull, Bündner Tagblatt

SCB - Eine einmalige Geschichte

Der Dokumentarfilm über den traditionsreichen Eishockeyclub SC Bern, erzählt von der Entwicklung des SCB ab dem Tag seiner Gründung 1931 bis zum 12. Titelgewinn 2010. Der Film zeigt … (weiter bei Inhaltsangabe)

Der Dokumentarfilm über den traditionsreichen Eishockeyclub SC Bern, erzählt von der Entwicklung des SCB ab dem Tag seiner Gründung 1931 bis zum 12. Titelgewinn 2010.

Der Film zeigt, wie vor 80 Jahren Eishockey gespielt wurde. Er lässt einem in den glorreichen 1970er Jahren schwelgen oder nochmals die schweren NLB Zeiten der 1980 Jahre erleben. Es wurden Gespräche geführt mit Spielern, Trainern, Funktionären und Fans. So kommen beispielsweise aus der Meistermannschaft 1959 mit Alfred Lack, René Kiener und Ernst Wenger die ersten Berner Bezwinger des damals tonangebenden HC Davos zu Wort. Aber auch schillernde Figuren wie Paul-André Cadieux, Rexi Ruotsalainen oder Renato Tosio. Und natürlich aktuelle Protagonisten wie Marco Bührer, Ivo Rüthemann und Marc Lüthi.

Der Film würdigt die Titelserie unter Bill Gilligan gegen das «Grande Lugano», wie die Erfolge unter dem 1998 tragisch verunglückten Brian Lefley. Die finanzielle Krise 1998 wird im Nachhinein aufgearbeitet und im wohl spannendsten Sudden Death Finale in der Playoff-Geschichte 2004 dürfen einem nochmals alle Haare zu Berge stehen.

Dieser Film macht das Herzblut und die Leidenschaft deutlich, welche den SCB zu dem gemacht haben, was er heute ist. Er zeigt sporthistorische Zusammenhänge auf und gewährt einen Einblick hinter die Kulissen eines der traditionsreichsten Sportclubs der Schweiz. Ein Muss für jeden Eishockeybegeisterten!

Auf der Doppel-DVD finden sich nebst dem Hauptfilm auch noch eine Reihe an Bonusmaterial wie Deleted Scenes, Spielausschnitte und TV-Berichte zu folgenden Themen:

  • Titel 1965 HC Villars – SC Bern
  • 1974 Dokumentation «Sport 74»
  • Titel 1975 SC Bern – HC Ambri-Piotta
  • Titel 1977 SC Bern – HC La-Chaux-de-Fonds
  • Titel 1979 SC Bern – SC Langnau
  • Titel 1989 HC Lugano – SC Bern
  • Titel 1991 HC Lugano – SC Bern
  • 1992 Saisonrückblick
  • Titel 1997 EV Zug – SC Bern
  • 2001 Abschied Renato Tosio
  • Titel 2004 SC Bern – HC Lugano
  • Titel 2010 SC Bern – HC Genf-Servette

Pressestimmen

Glanz und Elend des Schweizer Eishockey-Krösus

Der SC Bern ist der Krösus des Schweizer Eishockeys und nach dem HC Davos der Club mit den meisten Titeln. Jetzt, zum 80-Jahr-Jubiläum, haben die Bündner Filmemacher Sandro Zollinger, Andri Probst und Roman Vital dem SCB ein filmisches Denkmal gesetzt.
von Thomas Gull

 

Nein, wir mochten sie nicht, die Spieler des SC Bern, wenn wir in den kalten Winternächten auf den Stehrampen in der Aroser Eishalle standen und sangen «glaubed nid a Geischter, glaubed nid a Geischter, Arosa wird noch Schwiizer Meischter». Zu gut waren damals die Berner, zu arrogant aus unserer Sicht. Arosa war 1977 wieder in die Nationalliga A aufgestiegen und kämpften in den ersten Jahren ums Überleben in der obersten Liga, während die Berner Klubs Bern, Biel und Langnau dominierten und den Meistertitel unter sich ausmachten. Der SC Bern holte sich in den 1970er-Jahren vier seiner insgesamt zwölf Meistertitel. Die Geschichte des SCB ist ein munteres Auf und Ab, zwischen Meisterjubel und drohendem Abstieg in die 1. Liga, zwischen finanziellem Überfluss und Konkurs. Die Bündner Filmemacher Sandro Zollinger (Drehbuch, Regie, Produzent), Andri Probst (Ton, Produzent) und Roman Vital (Kamera/Schnitt) von klubkran Filmproduktion haben aus der wechselvollen Geschichte der Berner Mutzen einen Dokumentarfilm gemacht: «SCB – Eine einmalige Gesichte». Die drei haben bereits Erfahrung in diesem Genre, ihr Film «Arosa isch besser» beschreibt Aufstieg und Fall des Bündner Traditionsclubs.

 

«Arosa isch besser»

Die Lebenslinien der beiden Clubs haben sich mehrmals gekreuzt: 1959 beendete der SCB mit seinem ersten Titel die Dominanz von Arosa und Davos. Arosa seinerseits machte der Vormachtstellung des SCB den Garaus, als die Nobodies aus dem Schanfigg 1980 überraschend den Schweizer-Meister-Titel holten, Nummer 8 in der Klubgeschichte. Im letzten Meisterschaftsspiel hatten es die Berner auf den eigenen Stöcken, erneut Schweizer Meister zu werden. Doch der HCD deklassierte die verwöhnten Mutzen mit 8:3. Die Niederlage machten den Weg frei für Arosa, das in Biel mit 3:0 gewann. Der Tiefpunkt für die Berner waren die beiden herrlichen Sololäufe von Paul-André Cadieux, der zuvor als Spielertrainer dreimal mit dem SCB Meister geworden war. Wie der Frankokanadier, jetzt im Dress des HCD, die behäbigen Bären austanzte, gehört zu den Leckerbissen des Films, genauso wie die Konsternation der Berner, die es auch heute, dreissig Jahre später, kaum fassen können.

 

«SCB niena meh!»

1982 folgte der neunte und letzte Titel des EHC Arosa, im gleichen Jahr stieg der SCB in die Nationalliga B ab. Wir feierten den Titel und sangen:«Arosa isch besser» und «SCB niena meh!». Die Freude währte allerdings nicht allzulange, vier Jahre später ging in Arosa das Geld aus, der Klub stieg freiwillig in die 1. Liga ab. Profitiert davon hat der SCB, der am grünen Tisch den Wiederaufstieg schaffte. Für Arosa war das der wohl definitive Abschied aus der Beletage des Schweizer Eishockeys. Der SCB feierte in den folgenden Jahren wieder grosse Erfolge und holte sich zwischen 1989 und 1992 die Meistertitel Nummer 7 bis 9. Massgeblichen Anteil daran hatte auch eine Handvoll Bündner: Pietro Cunti und Reto Dekumbis, die aus der Konkursmasse des EHC Arosa nach Bern gewechselt hatten, der Engadiner Roberto Triulzi, vor allem aber Torhüter Renato Tosio, der für den SCB zwischen 1987 und 2001 insgesamt 655 Spiele absolvierte und viermal Meister wurde (1989, 91, 92, 97). Tosio gehört zu den Granden des Clubs und bekommt im Film viel Raum.

 

Ein Film, der «bernert»

Dem erneuten Höhenflug folgte um ein Haar der totale Absturz: 1998 ging der Club beinahe Konkurs. Mittlerweile hat der SCB eine solide finanzielle Basis. Auch das spiegelt der Film: Er lotet nicht nur die sportlichen Erfolge und Niederlagen aus, sondern zeigt, was den anhaltenden Erfolg des SCB ausmacht – geordnete Finanzen und vor allem: die Fans. Was wäre der SCB ohne die Stehrampe im Allmendstadion? Zollinger und Vital haben in ihren Film über den EHC Arosa viel Herzblut und Idealismus gesteckt – beide kommen aus Arosa und haben dort selber Eishockey gespielt. Für den Film über den SCB bewegten sie sich auf fremdem Territorium. Trotzdem ist es ihnen gelungen, den Enthusiasmus und die Emotionen zu vermitteln, welche die Hauptstädter mit ihrem Klub verbinden. Die Berner attestieren ihnen, sie hätten einen Film gemacht, der richtig «bernert». Für den Rest der Schweiz ist der Film ein sehenswertes Stück Schweizer Eishockeygeschichte. Man muss die Berner nicht unbedingt mögen, um ihn sich mit Vergnügen anzuschauen.

Die Eishockey-Saison ist zu Ende. Der SCB hat’s nicht gepackt und verlor im Playoff-Finale gegen die ZSC Lions. Als Trostpflaster gibt’s diesen Film mit Facts über den Berner Club. Er gibt Einblick in die Geschichte, die Erfolge und die Krisen des SCB. Für Fans zum Mitleiden und Mitfeiern. Und für Sportinteressierte etwas, um die „hockeyfreie“ Zeit zu überbrücken.

 

Der SC Bern im richtigen Film

Dokumentationswerk von Sandro Zollinger
von Jürg Vogel

 

Im Filmarchiv der Familie lagern in der Schublade des Mahagonibuffets verschiedene Genres. Der Herr im Hause zählt vielleicht Bruckheimers Epos «Pearl Harbor» zu den Favoriten, die Gattin setzt auf die Serien und die Emotionen der Rosamunde Pilcher, und die Disco-Jungmannschaft «chüderlet» dem Sport, neuerdings etwa der einmaligen Geschichte des SC Bern. Der Grossklub fühlte sich heuer schon vor den Play-offs im richtigen Film: Sandro Zollinger schuf ein Dokumentationswerk über 67 Minuten plus Bonus.

 

Die drei Buchstaben SCB geniessen in der Stadt am Aarelauf Kultcharakter, ähnlich wie Chroniken und Geschichten um Altbundesrat Minger oder den bierseligen Coiffeur Dällebach Kari. In der Moderne der Formel «Best of Seven» ist die Kultur der Hockeybären ein Begriff im ganzen Land, quasi gesellschaftliches Bayreuth-Festspiel auf der Allmend für «tout» Bern. Der Film versteht sich nicht als brave Chronik. In gutem Tempo arbeitet er Kapitel und Einschnitte auf, dekoriert mit Einspielungen von Figuren, die etwas erlebt haben und etwas zu erzählen wissen.

 

Gerade die Twitter-Generation hat den familiären, ja mühsamen Start auf dem Wellenbad Ka-We-De am Dählhölzli-Wald kaum mehr präsent, als die Heroen in Knickerbockers spielten. Die drei Duschen erreichte das Team nur durch das öffentliche Pissoir, und für die Stars von Kiener bis Stammbach kostete das Abonnement für die Eisbahn pro Winter 40 Franken. Alsbald flogen die treuen Berner Seelen unter den Lauben und in den Amtsbezirken dem SCB zu. Der Umzug auf die Allmend war das Trampolin in die Zukunft, der Kanadier «Pole» Cadieux der erste Winnetou-Typ mit dem Ovomaltine-Feeling. Heute ist der Klub der Star, überall porentief verankert.

Herzblut im Westside

Die Veranstaltung zur Lancierung des Dokumentarfilms «SCB – Eine einmalige Geschichte» im Ciné Pathé Westside hat einmal mehr eindrücklich gezeigt. Wer einmal sein Herz an den SCB verloren hat, gehört für immer zur Familie.

 

«Alle müssen am gleichen Strick ziehen», sagte Marco Bührer ganz am Schluss, als ihn Moderator Mathias Marti nach den wichtigsten Voraussetzungen für die bevorstehenden Playoffs fragte. Der Teamgeist, der bei wichtigen sportlichen Herausforderungen besonders gefordert ist, zeigte sich auch bei der Lancierung des DOK-Films «SCB – Eine einmalige Geschichte» von «klubkran FILMPRODUKTION» am 21. Februar im Ciné Pathé Westside.
130 Gäste waren gekommen, um Ausschnitte des Films über die 80-jährige Geschichte zu sehen und in Gesprächen mit zahlreichen Protagonisten Hintergründiges zur Entstehung des Films und über den SCB zu hören. Zum Auftakt waren im ersten der gezeigten Ausschnitte unter anderem die ebenso einfachen wie treffenden Erfolgsrezepte Max Sterchis («Es bruucht eifach e Zämeghörigkeit. Me gwinnt u verlüürt mitenang») und Martin Rauchs («Ds Härz am richtige Fläck») zu vernehmen. Anschliessend begrüsste COO Rolf Bachmann die Anwesenden mit den Worten: «Liebe SCB-Familie».
Dass in einem in 80 Jahren zu einem 50-Millionen-Unternehmen gewachsenen Sportclub tatsächlich noch Familiengeist herrscht, ist nicht selbstverständlich, aber ein Merkmal des SCB, welches an diesem Abend in den «drei Dritteln» Apéro, Informationen zum Film und Apéro riche deutlich zum Ausdruck kam. Sponsoren, ehemalige und aktuelle Spieler, Funktionäre von heute und gestern, Fans und weitere Gäste mischten sich untereinander zu angeregten Gesprächen, liessen Erinnerungen aufleben und sich von Filmszenen wie beispielweise dem Playoff-Final 2004 in den Bann ziehen, als hätte «Mägi» Weber sein Meistertor in der Resega am Tag zuvor erzielt.

 

Der Virus

Der SCB sei eine Krankheit, «e Virus, we di dä mau rächt befaue het, bringsch ne nüm wäg», sagt «SCB-Jüre» Wymann, der inoffizielle Museumsdirektor des Clubs, im Film. Selbst Leute, die von diesem Virus nicht direkt befallen sind und erst seit einigen Jahren mit dem SCB zu tun haben, können sich der Faszination nicht entziehen. Martin Kull, CEO HRS, gibt zu, dass er die PostFinance-Arena eigentlich lieber neu gebaut hätte, als sie zu sanieren, «aber bei Spielbesuchen im Stadion haben wir dann erkannt, was die Stehrampe bedeutet». Jürg Bucher, ehemaliger Leiter des SCB-Hauptsponsors PostFinance bläst ins gleiche Horn: «Die Stehrampe ist das Herz der Arena. Ohne Stehrampe wäre die PostFinance-Arena nicht die PostFinance-Arena.»
Nicht zuletzt dank der «Wand» ist der SCB seit zehn Jahren unangefochtener Zuschauerkrösus ganz Europas. Auch Alex Tschäppät ist der Wert der Stehrampe bekannt. Sollten in den Stadien einmal nur noch Sitzplätze erlaubt sein, müsse man mit einem Volksaufstand rechnen, sagt der Stadtpräsident. Schon sein Vater Reynold hatte in gleicher Funktion in den 60er Jahren erkannt, dass der SCB nicht einfach ein Sportclub ist, sondern ein gesellschaftliches Ereignis…

 

Der Treffpunkt

In der PostFinance-Arena trifft sich Bern, im Westside traf sich die SCB-Familie zur Lancierung des Films. Egal aus welcher Generation, die von Max Sterchi angesprochene Zusammengehörigkeit war deutlich zu spüren. «Es ist wunderbar, dass jemand den Mut hatte, diesen Film zu machen», sagte der «Mister SCB» und sprach damit wohl den meisten Beteiligten aus dem Herzen. Moderator Mathias Marti entlockte seinen Gesprächspartnern auf freundlich-lockere Art die einer oder andere Anekdote und sorgte dafür, dass auch Mythen geklärt wurden. Vorgängig hatte er sich erkundigt, ob man René Kiener auf dessen Übernamen «Gagu» ansprechen dürfe. Er tat es dann mit der nötigen Vorsicht und dem Erfolg, eine herrliche Anekdote vorgetragen zu erhalten. Der Übername stamme von einer Bäckersfrau aus seinem Quartier. «Als sie erfahren hat, dass ich in Arosa erstmals für die erste Mannschaft des SCB im Tor stand, meinte sie nur: Was, der kleine Gagu?» Kiener erzählte gleich noch eine weitere Geschichte. «Ich hatte zwölf Jahre ohne Maske gespielt, musste dann aber wegen einer Verletzung erstmals einen Gesichtsschutz tragen. Das war in einem Spiel gegen Langnau. Als es nach wenigen Minuten schon 2:0 für die Emmentaler stand, habe ich die Maske weggeworfen. Wir haben dann noch 4:2 gewonnen.»

 

Die Torhüter

Die Torhüter haben beim SCB immer eine besondere Rolle gespielt, weil der SCB immer hervorragende Torhüter in seinen Reihen hatte. René Kiener, der verstorbene Jürg Jäggi, Edgar Grubauer, Renato Tosio und jetzt Marco Bührer. Torhüter seien tatsächlich «spezielle Typen» bestätigte Ivo Rüthemann ein Klischee. Ein anderes könnte sein: Beim SCB werden Torhüter besonders geliebt und entsprechend wohl fühlen sie sich im Club. Denn all die grossen Goalies haben etwas gemeinsam: sie haben dem SCB lange die Treue gehalten. Umgekehrt hat man wohl viel dafür getan, dass sie geblieben sind. Was für die Goalies gilt, trifft auch auf alle andern zu. Wer einmal Aufnahme in der SCB-Familie gefunden hat, gehört für immer dazu. Ruft der SCB, kommt Renato Tosio auch heute noch von weit her aus dem Bündnerland. Und im Westside sagte er zehn Tage vor dem Playoff-Beginn, er wolle jetzt dem aktuellen Team bewusst etwas Druck machen: «Die Mannschaft hat alles, um den Titel zu gewinnen. Sie entscheidet, ob sie Meister wird.» Es war ihm wie vielen andern Ehemaligen an den leuchtenden Augen anzusehen, dass sie in den kommenden Wochen einmal mehr mit dem SCB mitfiebern würden. Familienmitglieder tun das.

 

Interview mit Regisseur Sandro Zollinger

Nach jahrelanger Arbeit ist der SCB-Film endlich fertig. Was ist das für ein Gefühl?

Ich bin stolz und zufrieden, es ist vielleicht vergleichbar mit dem Sieg in einer Eishockeymeisterschaft. Doch das Ziel ist noch nicht ganz erreicht, jetzt soll die Doppel-DVD unter die Leute, denn ein erfolgreicher Verkauf ist der entscheidende Faktor, dass die Finanzierung des in Eigenregie produzierten Filmes gelingt.

 

Wie sind Sie mit dem Endergebnis zufrieden?

Sehr zufrieden, der Film entspricht der Idee. Es ist nicht leicht, 80 Jahre Tradition in rund eine Stunde Film zu packen. Meiner Meinung nach ist dies gelungen. Der Film hat einen mitreissenden Rhythmus und führt unterhaltend durch die Geschichte des SC Bern und des Eishockeys.

 

Was war das Highlight bei der Produktion dieses Dokumentarfilms?

Die Freude der Protagonisten beim Sich-Zurückerinnern, beim Erzählen. Alfred Lack, der älteste Protagonist, erinnerte sich so lebhaft an die alten Zeiten, als wäre es gestern gewesen. Paul-André Cadieux erzählte mit der gleichen Leidenschaft, mit welcher er zu seinen legendären Solos anlief. Ich denke, es ist uns gelungen dies einzufangen.

 

Wo lag die grösste Schwierigkeit?

Die Hauptschwierigkeit ist bei Filmprojekten immer die Finanzierung. Dank unseren Sponsoren konnten wir bereits rund ein Drittel der Kosten decken. Nun hoffen wir, dass die Doppel-DVD beim Publikum ankommt. Filmisch lagen die Schwierigkeiten bei manchen Drehorten, wo es nicht einfach war, eine leise Tonsituation zu schaffen. Man konnte beispielsweise die Lüftung in der Garderobe der ersten Mannschaft nicht ausschalten, ohne den Strom im halben Stadion lahmzulegen. Obwohl wir für einen guten Ton bereit gewesen wären, in einer ungelüfteten Eishockeygarderobe ein Interview zu drehen…

 

Schauen Sie den SCB heute anders an als vor dem Film?

Wenn man sich mit einem Thema näher auseinandersetzt, ändert das die Sichtweise. Ich sehe im SCB heute mehr als vorher die vielen Puzzleteile, die es braucht, damit ein Club ein einmaliger Club wurde, ist und auch bleibt.

 

Was folgt nun auf «Arosa isch besser» und «SCB – eine einmalige Geschichte»?

Ganz einfach und für einen Bündner, denke ich, angemessen – Skiferien!

Aus der SCB-Familie

Der Dokumentarfilm «Eine einmalige Geschichte» blickt auf 80 ereignisreiche Jahre zurück.
von Emil Bischofberger

 

Den grössten Lacher landete der Kleinste auf der Premieren-Bühne. Torhüter-Legende René «Gagu» Kiener deckte auf, wie er zu seinem Spitznamen gekommen war, nach seinem Debüt für den SCB, 1955 als 17-Jähriger gegen Arosa. «Danach hiess es im Quartier: ‹Was, der kleine Gagu hat gespielt?!›», erklärte der Mann mit der Rückennummer 0. Natürlich waren die Legenden bei der Premiere des Filmes «SCB – eine einmalige Geschichte» gesprächiger als die noch aktiven Akteure. Zu seiner Bewunderung für Kiener sowie für seinen Vorgänger Renato Tosio stand der jetzige SCB-Goalie Marco Bührer aber aufrichtig. «So hart wie Kiener bin ich nicht», antwortete er im Podiumsgespräch auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, sich auch einmal wie Kiener ohne Maske ins Tor zu stellen. Zuvor hatte Bührer im Filmausschnitt erzählt, wie er erst bei Tosios Abschiedsspiel richtig realisiert hatte, wessen Nachfolge er da angetreten habe: «Da fragte ich mich schon kurz: ‹Bist du dem gewachsen?›»

 

Insgesamt kamen an der Premiere gestern Abend im Einkaufszentrum Westside sieben Legenden zu Wort, im Film sind es einige mehr – 27 Protagonisten zählten die Autoren. Im gut einstündigen Film wechseln sich anekdotenreiche Interviews mit Spielszenen und Bildern aus den Archiven ab und zeigen, wie der SCB in den vergangenen 80 Jahren zu seinen 12 Titeln kam. Im geselligen Teil vor und nach den Filmausschnitten im Kinosaal zeigte sich dann auch, dass es mehr als eine Phrase ist, wenn beim Club immer wieder von der SCB-Familie gesprochen wird. Generationenübergreifend wurde Aktuelles und Vergangenes diskutiert.

 

Die drei Aroser Filmemacher Andri Probst, Roman Vital und Sandro Zollinger hatten bereits mit ihrem Film über den EHC Arosa («Arosa isch besser») Erfahrungen im Eishockey-Historienfilm gesammelt und waren dabei auch auf den Geschmack gekommen. Der SCB-Film war für die Aroser nun der logische Eishockey-Zweitling. Schliesslich waren die Berner 1986 nur wegen des freiwilligen Abstiegs der Bündner wieder in die NLA aufgestiegen, wie die drei Filmemacher süffisant anmerkten.

Einmalige Geschichte

von Reto Kirchhofer

 

Ein Jahr Recherchearbeit, 26 Stunden Interviewmaterial, Gespräche mit 27 Protagonisten, Dutzende von Stunden historisches Filmmaterial – vor zwei Tagen durften geladene Mitglieder der SCB-Familie das Ergebnis betrachten: «SCB – eine einmalige Geschichte» lautet der Titel des 67-minütigen Dokumentarfilms, in dem die Geschichte des traditionsreichen Sportklubs von der Gründung 1931 bis zum 12. Titelgewinn 2010 aufgearbeitet wird. Die Bündner Filmemacher Sandro Zollinger, Andri Probst und Roman Vital (Klubkran Filmproduktion) erklärten anlässlich der Premiere, nach ihrer Dokumentation vor drei Jahren über den Aufstieg und Fall des EHC Arosa («Arosa isch besser») sei ein Film über den SCB die logische Fortsetzung gewesen. «Schliesslich kehrten die Berner 1986 nur dank des freiwilligen Abstiegs von Arosa in die Nationalliga A zurück», sagte Zollinger schmunzelnd.

 

Lasst hören aus alter Zeit

Auch die anwesenden SCB-Legenden sorgten in den Kurzgesprächen dafür, dass sich die Filmpremiere zum unterhaltsamen «Weisch no?»-Rendez-vous entwickelte. So erklärte der frühere Torhüter René Kiener, wie er zu seinem Spitznamen «Gagu» gekommen war: Nach seinem Debüt im SCB-Dress 1955 hätten die Leute im Quartier gesagt: «Was, der kleine Gagu hat für den SCB gespielt?» Ehrencaptain Roland Dellsperger lobte derweil die Arbeit des ebenfalls anwesenden Paul-André Cadieux und erwähnte, dass auch der Meistertitel 1979 nach Cadieux’ Abgang «zu 80 Prozent» dem kleinen Kanadier gehört habe: «Xaver Unsinn hatte eine intakte Mannschaft übernommen. Er war sicherlich ein guter Motivator, aber kein besonders guter Trainer.»

 

Von der aktuellen Mannschaft waren Torhüter Marco Bührer und Stürmer Ivo Rüthemann präsent. Beide gaben sich punkto Playoff-Prognose zurückhaltend, derweil der vierfache Meistergoalie Renato Tosio etwas Druck aufsetzte. «Diese SCB-Mannschaft hat alles, was es braucht, um Erfolg zu haben. Der SCB entscheidet, wie die Meisterschaft ausgehen wird», sagte «Toto».

Die Kosten des Dokumentarfilms belaufen sich auf 220’000 Franken, wobei ein Drittel des Budgets durch Sponsoren gedeckt wurde. Die Doppel-DVD beinhaltet zusätzlich über 100 Minuten Bonusmaterial mit Spielausschnitten.

Mythos SCB wird auf DVD verewigt

Drei Bündner Filmemacher wagen sich an einen Mythos: Zum 80-Jahr-Jubiläum des Vereins bringen sie die Geschichte des SCB auf DVD heraus.
von Alessandro Meocci

 

Der SC Bern ist der grösste Schweizer Sportklub und seine Ausstrahlung reicht weit über die Landesgrenzen hinaus. Grund genug für drei Bündner Filmemacher, die Geschichte des Traditionsklubs zu verfilmen. «In anderthalb Jahren sind rund 70 Stunden Filmmaterial zusammengekommen», sagt Regisseur Sandro Zollinger. Rexi Ruotsalainen, Paul-André Cadieux oder Edi Grubauer sind nur einige von zahlreichen Eishockeylegenden, die im Film zu Wort kommen. «Ruotsalainen haben wir in Salzburg besucht, wo er als Trainer arbeitet», sagt Produzent Andri Probst. Der sonst wortkarge Stanley-Cup-Sieger und Weltmeister aus Finnland sei richtig aufgeblüht, als er über seine goldene Zeit beim SCB erzählte, so Probst. Auch Torhüterlegende Renato Tosio, der 14 Jahre für die Berner hexte, ist einer der Protagonisten: «Es ist eine grosse Ehre für mich, ein Teil der einmaligen SCB-Geschichte zu sein.» Neben historischem Film- und Fotomaterial aus allen Epochen, Interviews mit Zeitzeugen und den wichtigsten sportlichen Momenten gewährt der Film auch einen Blick hinter die Kulissen des aktuellen SCB. «Wir sind gespannt, was dabei herauskommt», sagt SCB-Boss Marc Lüthi. Das Projekt wurde unabhängig finanziert und die DVD kommt Ende Februar in den Handel.

«SCB – Eine einmalige Geschichte»: Das Warten hat bald ein Ende

Was im Jahr 2010 begann, steht nun kurz vor dem Abschluss. In rund einem Monat erscheint der Dokumentarfilm «SCB – Eine einmalige Geschichte».

 

Inspiriert durch ihr preisgekröntes Werk «Arosa isch besser» fassten die Aroser Sandro Zollinger, Roman Vital und Andri Probst von «klubkran FILMPRODUKTION» vor rund drei Jahren den SCB als neues Thema ins Auge. Im Herbst 2010 gab der SCB dann grünes Licht für das unabhängig finanzierte Filmprojekt, und es wurde mit den Vorarbeiten begonnen. Nach umfangreicher Recherche in verschiedenen Archiven begannen im August die Dreharbeiten der Interviews. Es wurden insgesamt 26 Gespräche mit Spielern, Trainern, Funktionären und Fans aus diversen Generationen geführt. Zusammengekommen sind insgesamt rund 30 Stunden Filmmaterial aus den aktuellen Interviews mit einstigen und aktuellen Stars und Funktionären, 40 Stunden historisches Material sowie unzählige Fotos. Aus dieser Menge stellen die Filmemacher den Dokumentarfilm «SCB – Eine einmalige Geschichte» her – und sind dabei in den letzten Zügen. Der Rohschnitt ist vollzogen und wurde dem SCB gezeigt. «Danach haben wir Kleinigkeiten angepasst und den Feinschliff gemacht. Dazu gehören auch die Titelsetzung und der Abspann», sagt Sandro Zollinger. Am 15. Januar hiess es dann «Picture Lock» und seither wird an den Bildern nichts mehr geändert. Danach ging das Werk zur Tonsetzung und zur Tonabmischung, damit der Film auch akustisch aus einem Guss daher kommt.

 

Polo Hofer mit dabei

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einbindung der Musik, wobei der Berner Marsch natürlich nicht fehlen darf. «Und Polo Hofer hat uns zu einem guten Preis die Rechte für den Gebrauch seines SCB-Songs gegeben», erklärt Sandro Zollinger. Weitere, zu den jeweiligen Epochen passende Musik wurde und wird noch gesucht, wobei auch alles eine Frage des Preises ist. So kann die Verwendung von 30 Sekunden eines Stückes wie «The Final Countdown» schnell einmal ein paar tausend Franken kosten. Die letzte Handlung vor der finalen Produktion der DVD wird dann noch die Einfügung der Kommentare sein, die überbrückend oder erklärend eingesetzt werden.
Erstmals in der Hand haben werden Sandro Zollinger, Roman Vital und Andri Probst die DVD mit dem 60-minütigen Film «SCB – eine einmalige Geschichte» sowie die Bonus-DVD mit Spielszenen und «Zückerli» wie der Abschiedssendung des Schweizer Fernsehens 2001 für Renato Tosio etwa am 25. Februar.

Stolz und glücklich sei er noch nicht über das Werk, sagt Sandro Zollinger, «das sind wir erst, wenn wirklich alles fertig ist. Aber es ist auf jeden Fall alles gut rausgekommen».
Der Dokumentarfilm über die Geschichte des SCB wird Ende Februar zuerst allen Sponsoren zugestellt sowie jenen Fans und Firmen, die von der Weihnachtsaktion profitierten und sich im Abspann verewigen liessen. «Etwa 140 Personen nützten diese Gelegenheit, und das hat uns auch gezeigt, dass das Interesse an einem Film über die SCB-Geschichte sehr gross ist», erklärt Sandro Zollinger und verspricht: «Der Film wird jeden ansprechen, der sich mit dem SCB identifiziert. Heutige Fans erhalten einen unterhaltsamen Einblick in die Tradition ihres Clubs. Fans aus früheren Zeiten finden viele Anknüpfungspunkte, die sie mit ihren eigenen Erinnerungen in Verbindungen bringen können. Darüber hinaus spricht der Film ein breites Publikum von Sport- und Kulturbegeisterten an, denn der SCB ist ein gewichtiges Stück Berner Kultur, das schweizweit von Interesse ist.»

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