„Der Film ist direkt, ungeschminkt; die Exponenten werfen einen selbstkritischen Blick auf ihre Geschichte und ihren Club.“

Oliver Graf, Limmattaler Zeitung

«Beim ZSC hat es alles drin: vom Versagen, der Rettung in letzter Minute bis zum unverhofften Meistertitel.»

Simon Graf, Tagesanzeiger

ZSC LIONS - Der Film

Die bald 85-jährige Geschichte der ZSC Lions ist reich an grossartigen Erfolgen, dramatischen Ereignissen und unvergesslichen Persönlichkeiten. Sie bietet den idealen Stoff für einen spannenden Dokumentarfilm. Im Zentrum des Films, der in zwei Teilen Anfang Dezember 2015 und 2016 erscheint, stehen heutige sowie ehemalige Grössen der ZSC Lions. Mittels ihren persönlichen Schilderungen und historischem Film- und Fotomaterial wird die beispiellose Geschichte des Stadtclubs in all ihren Facetten wieder zur Gegenwart. Der Film macht das Herzblut und die Leidenschaft deutlich, die die ZSC Lions auszeichnen und verbindet Generationen.

«I NEED TO MAKE A DIFFERENCE.
BOOM! TEN SECONDS TO GO…» Adrien Plavsic

 

Mach eine Reise zurück zu den ersten zwei Titeln 1936 und 1949. Atme nochmals in vollen Zügen die rauchgeschwängerte Luft der alten Halle ein und erlebe das bittersüsse Auf und Ab der 1980er Jahre. Zittere abermals bei Krutow‘s Penalty im denkwürdigen Viertelfinal 1992. Erfahre die Gründe und Hintergründe zur Fusion 1997 und erinnere Dich an den unvergleichlichen Chad Silver. Zu guter Letzt juble aufs Neue hemmungslos über den dramatischen Meistertitel 2000.

Im ersten Teil des Films über die traditionsreiche Geschichte der ZSC Lions erzählen die legendären Helden aus vergangenen Tagen vom Herzblut und der Leidenschaft, die den Club zu dem gemacht haben, was er heute ist.

«WE GONNA SHOCK THE LEAGUE…» Bob Hartley

 

Erlebe nochmals die legendäre Titeldoublette 1961. Tauch ein in die skandalträchtige Playoff-Serie 2001 und spring vor Freude vom Sofa hoch bei den unglaublichen Siegen gegen Magnitogorsk und die Chicago Blackhawks. Erfahre die Hintergründe der erfolgreichen Nachwuchsarbeit und der Vision des neuen Stadions. Und last but not least freue dich diebisch über die letzten 2,5 Sekunden 2012 und geniesse abermals die Demütigung des Kantonsrivalen 2014. Im zweiten Teil des Films über die traditionsreiche Geschichte der ZSC Lions erzählen die legendären Helden aus vergangenen Tagen vom Herzblut und der Leidenschaft, die den Club zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Pressestimmen

Als Mathias Seger den SRF-Reporter mit Bier tränkte

Der neue ZSC-Film bietet allerlei Schmonzetten.

von Silvan Schweizer

 

 

Zwei Bündner haben die reiche Geschichte des ZSC filmisch aufgearbeitet. Teil 1 ist ab sofort auf DVD erhältlich, Teil 2 wird im Sommer 2016 fertiggestellt. Die beiden Filmer stiegen dafür ins Archiv hinab und entdeckten allerlei Schmonzetten:

 

• Wie etwa der junge Arno Del Curto 1991 als ZSC-Coach Sondertrainings für den übergewichtigen Wladimir Krutow anordnet und noch etwas schüchtern in die Kamera spricht: «Wir sind daran, die konditionellen Mängel zu beheben. Ich hoffe, dass er bis Januar topfit ist.»

• Wie sich eine Dame mit furchterregender Dauerwelle 1997 darüber mokiert, dass mit der Fusion von ZSC und GC ihr geliebter ZSC aus dem Clubnamen verschwinden könnte und findet: «Man könnte einen Trauerzug durch Zürich organisieren.»

• Oder wie SRF-Reporter Jann Billeter beim Meistertitel 2000 vom damals 22-jährigen Mathias Seger zuerst abgeknutscht und dann mit dosenweise Bier getränkt wird. Erschöpft, aber zufrieden ruft er: «Ich liebe meinen Job!»

Als Mathias Seger den SRF-Reporter mit Bier tränkte

Der neue ZSC-Film bietet allerlei Schmonzetten.

von Silvan Schweizer

 

 

Zwei Bündner haben die reiche Geschichte des ZSC filmisch aufgearbeitet. Teil 1 ist ab sofort auf DVD erhältlich, Teil 2 wird im Sommer 2016 fertiggestellt. Die beiden Filmer stiegen dafür ins Archiv hinab und entdeckten allerlei Schmonzetten:

 

• Wie etwa der junge Arno Del Curto 1991 als ZSC-Coach Sondertrainings für den übergewichtigen Wladimir Krutow anordnet und noch etwas schüchtern in die Kamera spricht: «Wir sind daran, die konditionellen Mängel zu beheben. Ich hoffe, dass er bis Januar topfit ist.»

• Wie sich eine Dame mit furchterregender Dauerwelle 1997 darüber mokiert, dass mit der Fusion von ZSC und GC ihr geliebter ZSC aus dem Clubnamen verschwinden könnte und findet: «Man könnte einen Trauerzug durch Zürich organisieren.»

• Oder wie SRF-Reporter Jann Billeter beim Meistertitel 2000 vom damals 22-jährigen Mathias Seger zuerst abgeknutscht und dann mit dosenweise Bier getränkt wird. Erschöpft, aber zufrieden ruft er: «Ich liebe meinen Job!»

Auch im Misserfolg erfolgreich

Weshalb zwei Bündner einen Film über die ZSC Lions gemacht haben.

von Oliver Graf

 

Bernard Thurnheer und seine Moderationskollegen vom «Sportpanorama» sangen dem Club einst ein Ständchen: «Stägeli uf, Stägeli ab, juhe.» Es waren die 1980er-Jahre, als der ZSC eine Liftmannschaft war; in der Nationalliga A dümpelte der Verein jeweils am Ende der Tabelle herum und stieg Ende Saison ins B ab, um im folgenden Jahr wieder mit grossen Erwartungen aufzusteigen – und postwendend erneut abzusteigen.
Der Geschichte dieses Zürcher Schlittschuhclubs haben nun zwei Bündner nachgespürt; Sandro Zollinger und Roman Vital haben den ersten Teil von «ZSC Lions – der Film» veröffentlicht, der sich gerade dieser Liftmannschaft und ihrem Mythos widmet.
Sportfilme, sagt Roman Vital, seien in der Regel Gewinnergeschichten. Einfach gesagt: Schuss, Tor, Sieg – und Meistertitel. «Die Dramaturgie ist dann einfach und klar.» Die beiden Bündner hatten zuvor schon ihrem EHC Arosa, für den sie im Juniorenalter gespielt haben, einen Film gewidmet («Arosa isch besser»). Auch über den Kantonsrivalen HC Davos haben sie einen Dokumentarfilm vorgelegt, ebenso über den SC Bern.

Unvollkommen – aber geliebt
Beim Film über die ZSC Lions mussten sie nun einen anderen Zugang finden: Zwar sei der Club in den vergangenen Jahren erfolgreich unterwegs, doch nicht diese neuen Meistertitel, sondern ebendiese wechselvollen, mit Ab- und Wiederaufstiegen sowie finanziellen Nöten geprägten 1980er Jahre habe den ZSC und dessen Charakter wesentlich geprägt, sagt Zollinger. «Der Zürcher Verein war lange Zeit kein Gewinnerclub und auf eine Art unvollkommen, und dennoch war er derart populär und von seinen Fans heiss geliebt.»
Diesem Phänomen spüren die Filmemacher im ersten Teil ihrer ZSC-Geschichte nach. Sie verwenden dazu einerseits TV-Berichte im Originalton (inklusive «Stägeli uf, Stägeli ab»), andererseits lassen sie vor allem Spieler und Exponenten aus dem Umfeld des Clubs zu Wort kommen. Bewusst verzichten Vital und Zollinger dabei auf zusätzliche Kommentare. «Ein Kommentar schafft Distanz», begründet Zollinger. «Ein Kommentar sagt, in welche Richtung der Zuschauer denken soll.» Indem sie die Bilder und vor allem die Personen einfach sprechen lassen, wirkt alles direkter.

Dies ist auch eine Stärke des Films. Auch wenn er – natürlich – mit einem emotionalen Jubel über einen Meistertitel beginnt, auch wenn er diesem wichtigen, langsam geschossenen Penalty des legendären, aber leicht übergewichtigen Wladimir Krutows im Viertelfinal gegen das übermächtige Lugano im Frühjahr 1992 ein Kapitel widmet, bleibt der Film doch jeglichem überschwänglichen Pathos fern. Der Film ist direkt, ungeschminkt; die Exponenten werfen einen selbstkritischen Blick auf ihre Geschichte und ihren Club.
«Vom Namen her war der ZSC eine gute Adresse, aber eher nicht von der Leistung her», sagt etwa Fredy Duttweiler nüchtern, der in den Jahren von 1969 bis 1970 und von 1979 bis 1988 Präsident war. Andreas Zehnder, der beim ZSC von 1989 bis 2001 verteidigte, erzählt, dass es «mehrmals während meiner Karriere geheissen hat, dass es finanziell nicht so gut aussehe, dass wir alle mithelfen müssten, dann hat jeder zehn Prozent abgegeben».
Das Herumdümpeln zwischen Nationalliga A und B führen mehrere Spieler vor allem auf die Strukturen zurück. Der ZSC habe über keine eigene Juniorenabteilung verfügt und sei deshalb eher eine zusammengewürfelte Mannschaft gewesen, sagt etwa Hans Schmid (ZSC-Stürmer, 1977-1986). Und Mario Eichholzer (Verteidiger, 1973-1982) verweist auf die fehlenden Trainingsmöglichkeiten: Sie hätten als Spieler nach Wetzikon, Frauenfeld und anderswo ausweichen müssen, wo sie erst nach den Einheimischen zu später Stunde aufs Eis konnten. «Das war anstrengend, wir arbeiteten alle ja auch noch zu 100 Prozent.»

Eine anfänglich ungeliebte Fusion
Die Strukturen wurden schliesslich völlig umgekrempelt und professionalisiert; in einem für die hiesige Sportwelt einzigartigen Schritt fusionierten 1997 der Nationalliga-B-Club GC von Walter Frey und der ZSC. Dieser Zusammenschluss stiess auf heftige Widerstände – vor allem der geplante Kunstname «Züri Lions» sorgte bei den Fans für heftige Missstimmung. Er habe die Namensbildung unterschätzt, räumt Walter Frey im Film ein. Er habe gedacht, dass der Name nicht so entscheidend sei. Aber rasch habe er gemerkt, dass dem eine grosse Rolle zukomme. Am Ende wurde als Kompromiss das Kürzel «ZSC» beibehalten.
Trotz des Widerstands; der Zusammenschluss der beiden Zürcher Clubs hat sich gelohnt; in der Saison 1999/2000 holten sich die «neuen» ZSC Lions ihren ersten Meistertitel (der ZSC hatte zuvor seinen letzten Titel 1961 erspielt, GC seinen einzigen 1966).
Der zweite Teil des ZSC-Film, der Ende nächstes Jahr veröffentlicht wird, rückt die Anfänge des «Zürcher SC» sowie die Erfolge der «ZSC Lions» ins Zentrum.

Zwei Pioniere für den ZSC

Die Aroser Sandro Zollinger und Roman Vital haben die Geschichte des Stadtclubs filmisch aufgearbeitet.

von Simon Graf

 

Sandro Zollinger ist ein zuvorkommender Mensch. Doch dem Wunsch des Journalisten, zum Interview- und Fototermin auf der Eisbahn Dolder Schlittschuhe und Hockeystock mitzunehmen, möchte der Filmemacher lieber nicht entsprechen. Schliesslich sei er nicht mehr aktiv. Und doch prägt dieser Sport ihn und Roman Vital, seinen Aroser ­Jugendfreund, bis heute.
Die beiden spielten schon als Vierjährige gemeinsam bei den Junioren des EHC Arosa; mit 15 und 16 hörten sie auf und wandten sich dem Filmemachen zu. Ihrer zweiten Liebe. Diese Kombination führte 2008 zu ihrem Durchbruch mit dem Dokumentarfilm «Arosa isch besser», der vom Aufstieg und Fall des Dorfclubs erzählt, in den Zürcher Kinos lief, mehrfach ausgezeichnet und sogar an Festivals in den USA gezeigt wurde.

Der Fall Arosa als Parabel
Vital erklärt sich den Erfolg damit, dass jene Geschichte weit über den Sport hinausgegangen sei: «Es ist auch eine Parabel auf die Wirtschaftsethik.» Dass Präsident Peter Bossert den Club nicht an die Wand gefahren habe, sondern mit ihm freiwillig in die 1. Liga abgestiegen sei, sei bewundernswert. «Bossert sagte: ‹Ich möchte jeden Tag noch in den Spiegel schauen können.›»
Die breite Resonanz auf ihren ersten grösseren Dokumentarfilm motivierte die beiden, sich filmisch weiteren Hockeyclubs zuzuwenden: zuerst dem SC Bern und dem HC Davos – und nun den ZSC Lions. Eigentlich naheliegend, sind die beiden doch auf ihrem Weg in die grosse Welt in Zürich hängen geblieben. Und Zollinger sagt: «Ich durfte schon als kleiner Bub ein paar Mal ins verruchte Hallenstadion. Das hinterliess bei einem Bergbuben wie mir einen ­tiefen Eindruck.»

Ein Club – fast nicht zu fassen
In zwei Teilen handeln sie die wechselvolle Geschichte des Stadtclubs ab, ­dessen Reiz auch in der Diskrepanz zwischen der mächtigen Finanzmetropole und dem lange so stümperhaften und trotzdem heissgeliebten Hockeyverein liegt. «Arosa hatte die natürlichste Dramaturgie», sagt Vital. «Aber ich finde den ZSC-Film am reizvollsten, weil dieser Club so schwer zu fassen ist. Davos hat die Tradition, die vielen Titel, die Berge, den Schnee, den Spengler-Cup. Bern ist die Kraft im Westen, der Club aus der Hauptstadt mit den Massen von Zuschauern, der immer Erfolg haben muss. Beim ZSC hat es alles drin: vom Versagen, der ­Rettung in letzter Minute bis zum unverhofften Meistertitel.»
Es sei einfach, sich mit Helden zu identifizieren. «Aber es ist schön, auch Figuren zu porträtieren, die auch einmal auf die Nase fallen. Das macht es menschlicher.» Für die beiden 70-minütigen DVDs führten Vital und Zollinger Interviews mit 52 Protagonisten von Heinz Hinterkircher, Meisterspieler 1949, über Meisterschütze Adrien Plavsic bis zu Urs Leuthard, dem langjährigen Pressechef und wandelnden Lexikon. Und natürlich verbrachten sie unzählige Stunden beim Durchforsten der Fern­seharchive. Dort stöberten sie einige Trouvaillen auf.

Bei den Clubs konnten sie bisher noch nie auf ein Archiv zurückgreifen. «Die sind viel zu sehr in der Tagesaktualität gefangen», sagt Zollinger. «So sind wir auch auf Fans angewiesen, die noch Fotos aus den 1950er-Jahren horten oder auf VHS Spiele aufgezeichnet haben.» Der Blick in die Vergangenheit zeige auch, wie sehr sich die Sportberichterstattung verändert habe: «Wenn heute jemand Meister wird, gibt es unzählige Fotos aus der Garderobe. Aber das ist eine moderne Zeiterscheinung. Früher war es nach der Sirene vorbei. Da gab auch niemand ein Interview.»
Die beiden 40-Jährigen sind Pioniere, was Eishockeyfilme in der Schweiz betrifft. Und sie stellen fest, dass die Clubs damit beginnen, der Geschichte mehr Aufmerksamkeit zu schenken. «Im Eishockey werden nun ein paar Leibchen früherer Spieler unter die Decke gehängt», sagt Zollinger. «Langsam entsteht ein Bewusstsein für den Wert der Vergangenheit. Denn die schafft Identifikation, die unabhängig ist vom Tabellenrang.» Für die beiden war eine Reise nach Kanada, wo sie frühere Aroser ­Ausländer interviewten, ein Augen­öffner. Wenn ein Junger in die NHL komme, etwa zu Montreal, werde er überall in den Gängen mit Porträts der früheren Helden konfrontiert. «So weiss er, in welche Fussstapfen er tritt.»

Mit Fördergeldern kann man bei Sportfilmen nicht rechnen. Dafür haben die beiden da ein klar definiertes Ziel­publikum. «Wir können in etwa rechnen, wie viele DVDs wir verkaufen», sagt ­Vital. «Das ist bei einem Film über die Asylthematik schwieriger. Da findet man keinen Fanclub, der sagt: ‹Ja, das ist unser Film!›» Die Hockeyfilme erlauben es den beiden, andere Projekte querzusubventionieren. Das war schon bei «Arosa isch besser» so, dessen Erfolg ­ihnen ermöglichte, ein Porträt über ­einen High­speed-Jodler zu drehen, der schneller jodeln wollte als ein Jet. Ein abenteuerliches Projekt.

Das vermeintliche Paradies
Die Hockeyfilme ermöglichten ihnen 2014 auch die Realisierung von «Life in Paradise», ­eines Dokumentarfilms, der die Asylproblematik im Kleinen thematisiert. Er spielt im Bündner Bergdorf Valzeina, im Ausreisezentrum Flüeli, wo abgewiesene Asylsuchende auf ihre Ausschaffung warten. Der Traum vom Paradies hat sich für sie nicht erfüllt. Der Film hat nichts an Aktualität eingebüsst. Er wird laufend für Festivals gebucht.
Die Diskrepanz zwischen Sportlern und Asylsuchenden, denen niemand zujubelt, könnte grösser kaum sein. Nicht? «Es sind alles Menschen», sagt Vital. «Und uns interessiert, was hinter diesen Menschen steckt. Ob sie nun in der Asylproblematik drin sind oder mit leuchtenden Augen von den letzten zehn Sekunden einer Meisterschaft erzählen.»

Die ZSC Lions erhalten ihren eigenen Film

Nun also die ZSC Lions – nach dem HC Davos, dem SC Bern und dem EHC Arosa wird derzeit auch dem Zürcher Stadtclub ein filmisches Denkmal gesetzt.

Die beiden Bündner Filmschaffenden Roman Vital und Sandro Zollinger zeigen in ihrem neusten Streich die Entwicklung der ZSC Lions vom Tag der Gründung bis in die erfolgreiche Gegenwart. Der Dokumentarfilm befindet sich in der Postproduktion und erscheint Anfang Dezember 2015. Für ZSC Fans bietet sich die einmalige Gelegenheit, sich selbst oder Ihre Liebsten im Filmabspann zu verewigen.

Produktionsstand und Trailerrelease
Nach eingehender Recherche wurden im Juli dieses Jahres 50 Zeitzeugen für den Dokumentarfilm interviewt. Diese persönlichen Gespräche sind das filmische Herzstück. Ehemalige und aktuelle Akteure wie Mathias Seger, Michel Zeiter, Andy Trümpler, Fredy Duttweiler, Walter Frey und Peter Schrag lassen einen teilhaben an ihren Erinnerungen und Empfindungen.
Wenn Adrian Plavsic vom entscheidenden Tor erzählt, welches nach einer 39-jährigen Durststrecke 2000 den Titel bedeutete, dann bekommt jeder nochmals Gänsehaut. Momentan ist der Film im Schnitt, eine Kostprobe gibt der gerade fertiggestellte Trailer.

Crowdfunding und exklusives Geschenk
Die Filmemacher lancieren bis zum 26. Oktober 2015 ein Crowdfunding. Für 150 Schweizer Franken kann jeder für sich selbst oder seine Liebsten eine Erwähnung im Abspann sowie eine DVD vor dem offiziellen Verkaufsstart im Dezember 2015 erwerben. Für alle, die eingefleischte Fans kennen, ist dies eine einzigartige Chance sich ein exklusives Weihnachtsgeschenk zu sichern.

Ausgerechnet – Bündner Regisseure drehten ZSC-Film

Krutows legendärer Penalty, die Last-Minute-Meistertore und das jahrelange Leiden – die wechselvolle Geschichte des ZSC wurde verfilmt.

von Simon Graf

Störrische Bündner haben dem ZSC schon manch bittere Niederlage zugefügt. Zuletzt im vergangenen Frühjahr im Playoff-Final der HCD. Doch zwei Bündner sind es nun auch, die der turbulenten Geschichte des Zürcher Stadtclubs einen Film widmen. Oder besser: sogar zwei. Die Regisseure Sandro Zollinger und Roman Vital, die beim EHC Arosa einst selbst Eishockey spielten, interviewten für die beiden 70-minütigen DVDs 53 Figuren, die mit dem ZSC verknüpft waren – Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, Journalisten –, und zeichnen so ein filmisches Gemälde dieses Vereins. «Von den guten alten Zeiten bis zu den rosigen Aussichten ist alles drin», sagt Zollinger. «Natürlich auch das jahrelange Leiden der ZSC-Fans.»

Es begann mit «Arosa isch besser»
Die Filmemacher konnten auch auf Spielszenen und andere Zeitdokumente zurückgreifen, es fehlen weder der legendäre Penalty von Wladimir Krutow noch die zahlreichen Last-Minute-Meistertore. Zollinger und Vital kamen über ihren Stammclub EHC Arosa dazu, Dokumentarfilme übers Schweizer Eishockey zu drehen. Es begann 2008 mit «Arosa isch besser», der sogar in den Kinos lief und Preise gewann. Es folgten Filme über den SC Bern und den HC Davos (in zwei Teilen). Ihm habe es die Augen geöffnet, als sie für den Arosa-Film auch in Kanada gedreht und gesehen hätten, wie sehr dort die Geschichte des Eishockey gepflegt werde, sagt Zollinger. «Das steckt bei uns noch alles in den Kinderschuhen. Dabei geht das Ganze ja übers Spielfeld hinaus, spiegelt der Sport auch den Wandel der Gesellschaft.»
Und wer hat ihn bei all den Interviews zum ZSC am meisten beeindruckt? «Natürlich ist Walter Scheibli ein Original. Und Ari Sulander hat viel mehr erzählt, als man von einem Finnen erwarten würde. Eindrücklich war aber auch zu sehen, wie sehr Walter Frey der ZSC am Herzen liegt. Ich hatte ihn zuvor eher als Geldgeber gesehen, der einfach ein teures Hobby hat.» Zollinger und Vital drehten in Eigenregie, nicht auf Auftrag. Die Produktionskosten von rund 220 000 Franken wollen sie durch den DVD-Verkauf wieder hereinholen. Zudem setzen sie auf Crowdfunding. Bis zum 26. Oktober können sich eingefleischte ZSC-Fans mit Namen im Abspann eintragen, für 150 Franken.

Die Story ist noch nicht fertig
Teil 1 des ZSC-Films erscheint am 3. Dezember und umfasst die Liftjahre der 1980er bis zur grossen Erlösung mit dem Titel 2000. Teil 2 ist Ende 2016 erhältlich, blendet noch weiter zurück in die Vergangenheit und schlägt den Faden zu den aktuellsten Ereignissen. Sollten die ZSC Lions also im April 2016 ihren neunten Meistertitel erringen, er würde auch noch im ZSC-Film verewigt.

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