Medienkünstlerisches Musiktheater

In «Hun­de­herz» wird das wider­sprüch­liche Ver­hält­nis der Gesellschaft gegenüber der heuti­gen Forschung, vor allem an leben­den Tieren und Men­schen, the­ma­tisiert. Die rus­sis­che Groteske «Hun­de­herz» schrieb Michail Bul­gakow 1925 als Reak­tion auf den Ver­jün­gungswahn der dama­li­gen Jahre. Der Haupt­pro­tag­o­nist ist Pro­fes­sor Pre­o­brashen­skij, der sein Geld mit Ver­jün­gungs­be­hand­lun­gen ver­di­ent. Die Resul­tate sind überwälti­gend und entsprechend gross ist der Zulauf. Aus Neugierde operiert er einem Hund die Hoden mit­samt dem Samen­leiter sowie die Hypophyse eines kurz vorher ver­stor­be­nen Mannes ein. Die Oper­a­tion ver­läuft erfol­gre­ich, der Hund erholt sich, beginnt sich aber auf eige­nar­tige und drama­tis­che Weise zu verän­dern.
Aus dieser lit­er­arischen Vor­lage entstand eine mul­ti­me­di­ale Büh­nen­fas­sung mit einem span­nen­den Bezug zur heuti­gen Zeit und unserem Ver­hal­ten den Tieren und Mit­men­schen gegenüber.